Liebe Schwestern und Brüder!

Wat is „Dreifaltigkeit“?
Wir glauben als Christen an Gott und an die „Dreifaltigkeit“. Bei jedem Kreuzzeichen wird das deutlich. Wir beten Im Namen „des Vaters“ und „des Sohnes“ und „des Heiligen Geistes“. Aber was bedeutet das eigentlich? Eine theologisch und dogmatisch schlüssige Erklärung würde den Umfang eines Impulses sicherlich sprengen. Von daher nun der Versuch eines kurzen gedanklichen Exkurses:

Vielleicht kann man das fast so beschreiben, wie die Dampfmaschine in der berühmten Physikklassen-Szene aus der „Feuerzangenbowle“ beschrieben wurde:


Der Physikprofessor betritt den Raum und erklärt:
„Wat isn Dampfmaschin? Da stelle mer uns ma janz dumm un sachen: 'N Dampfmaschin, dat isn große, runde, schwarze Raum! Un dieser schwarze Raum, der hat zwei Löcher ...“


Was in diesem „große, runde schwarze Raum“ passiert, wird nicht weiter erläutert. Der Physikprofessor lässt die Klasse hier im Unklaren. Er verweist in seinem Monolog darauf, dass alles, was er sagt, auch im Buch steht. Er erklärt nicht alles, sondern baut auch darauf, dass die Lernenden im Buch nachlesen und sich selbst weiter bilden.

Auch Jesus hat den Menschen nicht immer alles erklärt, sondern hat sie oft ratlos zurück gelassen. Sein Wirken beruhte aber immer auf der Liebe zu seinem Vater mit dem Wirken des Heiligen Geistes. Diese drei zusammen – Der Sohn, der Heilige Geist und die Liebe zu seinem Vater – werden als „Dreifaltigkeit“ bezeichnet.

Ist es nicht oft im Leben so, dass wir genau hinsehen oder hinhören müssen, um die Dinge zu erfassen? Manchmal erschließt sich nicht alles sofort und bleibt im Verborgenen, quasi im „großen, runden schwarzen Raum“. Und doch glauben wir an die Dinge, die uns wichtig sind.

Ich wünsche uns, dass uns unser Glaube an den dreieinen Gott Kraft und Zuversicht gibt, um die vielen Herausforderungen des Lebens immer wieder gut meistern zu können.

Florian Rommert, Gemeindereferent